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Eigergletscher V-Bahn, Grindelwald

Im Jahr 2018 konnte mit der Ausführungsplanung des V-Bahn Projektes gestartet werden.

Enerhaus Engineering begleitete in den Gewerken Heizung/Kühlung, Lüftung und Sanitär sowie ein grosser Teil der Koordination die Teilprojekte Station Eigergletscher, Bergstation 3S und Gleis 1+2 im Unterauftrag der Lauber IWISA AG die Projektteile oben am Berg. Die restlichen Teilprojekte im Tal und beim Männlichen wurden durch die Firma Lauber IWISA AG selber umgesetzt.

(Planung bis und mit Abnahme)

Jahr 2018 - 2020
Kategorie Neubau, Bergstation
Gewerke Energie, Lüftung, Heizung, Sanitär, Kälte

 

Beschrieb des Projektes

Das V-Bahn Projekt der Auftraggebergemeinschaft optimiert die Erschliessung des Skigebiets Grindelwald Männlichen/ Eigergletscher. Mit den beiden neuen Bahnen "Eigerexpress" und "Männlichenbahn" (Ersatzneubau GGM) sowie den neuen oder adaptierten Hochbauten werden die Kapazitäten erweitert und die Beförderungszeiten verringern sich. Der Eigerexpress ermöglicht ausserdem Reisenden zum Jungfraujoch eine raschere Anfahrt ab Grindelwald Grund, dank dem Anschluss an die Jungfraubahn in der neu erschlossenen "Station Eigergletscher".

Als Partner sind die von allmen architekten ag, Interlaken und die Bauspektrum AG, Grindelwald, Generalplaner für das Gesamtprojekt, das sich in folgende Hochbauprojekte gliedert: "Haltestelle Rothenegg", "Terminal Grindelwald Grund", die Talstation der beiden neuen Bahnen, "Parkhaus Grindelwald Grund", "Bergstation Männlichenbahn" sowie "Station Eigergletscher" mit Verbindungskorridor durch den Eiger zwischen der Bergstation des Eigerexpress und der Station der Jungfraubahn. Das Gesamtprojekt beinhaltet auch die Bahnanlage des neuen Eigerexpresses sowie den Ersatz der Männlichenbahn mit dem Ausbau der Mittel- und Bergstation.

Nach dem mehrjährigen Plangenehmigungsverfahren und den Einsprachebereinigungen erteilte das Bundesamt für Verkehr Ende Mai 2018 die Baugenehmigung und die Ausführung des Projekts wurde im Juni 2018 begonnen.

Eine Teilinbetriebnahme des Projekts ist auf die Wintersaison 2019 vorgesehen, zu diesem Zeitpunkt nimmt die neue Männlichenbahn (Bahn und Hochbauten) den Betrieb auf. Die Erreichbarkeit der neuen Bergbahn mit dem öffentlichen Verkehr ist ebenfalls bereits möglich, aufgrund der zeitgleichen Fertigstellung der Haltestelle Rothenegg.

Die Gesamtfertigstellung und –inbetriebnahme erfolgt auf die Wintersaison 2020. Zu diesem Zeitpunkt wird die Station Eigergletscher, das Parkhaus sowie der Eigerexpress in Betrieb genommen und das Terminal ist ab diesem Zeitpunkt in Vollbetrieb.

(Quelle: von Allmen Architekten, Interlaken)

Beschrieb der Gebäudetechnik

Energie
Als Wärmeerzeugung dienen zwei Wärmepumpe, welche sich in der Technikzentrale im Level -2 der Station Eigergletscher befinden. Als Wärmequelle dient die Fortluft/Aussenluft des Abluft-Lüftungsgerätes welches sich ebenfalls in der Technikzentrale befindet, sowie die Abwärme der Trafo- und NSP FU Räume in der Kaverne (Bergstation 3S). Diese wird zur Gebäudeheizung und zur Warmwasseraufbereitung genutzt. Zusätzlich wird die Abwärmenutzung der Kälte ebenfalls in die Heizung eingespeist. Um die Energie während der Zeit an der die Bahn und Gebäude nicht in Betrieb sind zu überbrücken, sind sechs Speicher mit 4000 Liter Inhalt in der Heizung eingebaut. Die Wärme wird über Fussbodenheizungen, Heizkörper/Konvektoren und Deckenstrahlprofile abgegeben.
Die einzelnen Räume welche im Level 0, Level -1 und Level -2 werden über zwei Lüftungsgeräte belüftet, diese befinden sich in der Technikzentrale im Level -2.
Der Technikraum verfügt zusätzlich über eine Sturmlüftung. Die ganzen EDV Räume welche sich über alle Geschosse verteilen, werden über die gewerbliche Kälteanlage gekühlt.
Das Wasser wird ab dem bestehenden Versorgungsnetz bezogen. Die verschiedenen Apparate und Bezüger werden ab der Zentrale im Level -2 versorgt. Das Abwasser wird gesammelt und in die Kanalisation zurückgegeben.

Heizung
Als Energiequelle wird im Heizfall die Fortluft der beiden Lüftungsanlagen genutzt. Als Hauptenergiequelle wird die Abwärme den Trafo- und NSP FU- Räumen genutzt. Ebenfalls wird die Abwärme der gewerblichen Kälte in die Energiespeicher geführt.
Im Trafo- und NSP FU- Raum befinden sich drei Umluftkühler (Leistung 2x 70kW und 1x 27 kW), welche die Raumluft unter der Decke abziehen, kühlen und in den Doppelboden abgeben.
Als Wärmeerzeugung sind zwei Wärmepumpen im Technikraum Level -2 platziert. Das Lüftungsgerät mit dem Solekreis vom Verdampfer befindet sich ebenfalls im Technikraum. Die Umluftkühler des Trafo- und NSP-Raum befinden sich in den jeweiligen Räumen im Level -1 der Kaverne (Bergstation 3S). Die vorhandene Heizleistung beträgt je nach Abluft- und Abwärmekonditionen im Maximum gesamthaft 240 kW.
Die Abwärme aus der Bergstation wird über einen Glykolkreis in einen 2000 Liter Zwischenspeicher geführt. In diesem Kreis sind die beiden Flächenabtauungen abgenommen. Ab dem 2000 Liter Speicher lädt die grosse Wärmepumpe die Hauptspeicher.
Die zweite Wärmepumpe entzieht über einen Wärmetauscher die Energie aus einem separaten Kälteregister der Fortluft. Diese Energie wird ebenfalls in die Hauptspeicher geladen.
Die Bergstation Eigergletscher kann in grundsätzlich drei verschiedene Zonen eingeteilt werden. Eine beheizte Zone, in welcher Temperaturen von 20°C im Winter sichergestellt werden müssen, eine temperierte Zone, in welcher Temperaturen knapp unter 10°C sichergestellt werden müssen und noch frostsichere Räume, in welchen eine Frostsicherheit garantiert werden muss.
Die Wärmeverteilung erfolgt über eine Steigzone, wo es auf die jeweiligen Verteiler oder Abgabesysteme verteilt wird. Die Abgabe erfolgt wie folgt:
Level -2 Verkehrsfläche sowie die Treppenhäuser über Heizkörper
Level -1 an Südfassade und eine Verkehrsflächen über Deckenstrahlprofile
Level -1 WC-Anlage und Kommandoraum über Fussbodenheizung
Level 0 an Südfassade (Halle) über Unterflurkonvektoren (Bodenkonvektoren)
Level 0 Bistro, WC-Anlage und die Passarelle über Fussbodenheizung
Lift 3 Passarelle über Rippenrohre

Lüftung
Die Aussenluft wird für die Lüftungsgeräte aus dem Level 0 angesogen. Die Aussenluft wird über den Technikschacht als Schneeabsetzraum geführt. Die Fortluft wird Fassadenseitig unter dem Gleistrog Level -2 ausgeblasen.
Für die Halle im Level 0 und den Perronbereich im Level -1 ist ein Lüftungsgerät in der Technikzentrale im Level -2 platziert.
Das Lüftungsgerät wird mittels eigener Heizungsgruppe mit Wärme versorgt. Die Zuluft wird möglichst isotherm (Raumtemperatur) eingeblasen und nach dem KVS-Wärmetauscher nach Bedarf noch minimal erwärmt.
In der Halle (Level 0) wird die Zuluft über Schlitzauslässe in den Raum geführt und stirnseitig an der Südfassade am höchsten Punkt abgesogen.
In der Perronbereich (Level -1) wird die Zuluft mit Weitwurfdüsen in den Raum geführt und über Abluftgitter an der Fassade abgesogen.
Ebenfalls im Technikraum des Level -2 befindet sich das Lüftungsgerät für die WC-Anlagen und Bistro. Das Lüftungsgerät wird mittels eigener Heizungsgruppe mit Wärme versorgt. Die Zuluft wird möglichst isotherm (Raumtemperatur) eingeblasen und nach dem KVS-Wärmetauscher nach Bedarf noch erwärmt.
Im Bistro (Level 0) wird die Zuluft über Schlitzauslässe und einen Drallauslass in den Raum geführt und an der heruntergehängten Decke sowie vor allem im Küchenbereich (Abzugshaube) abgesogen.
Die WC Anlagen verfügt über Zuluft- und Abluftventile.
Der Luftwechsel der Stollen wird pro Stollen mittels eines Ventilators gewährleistet. Die Luft wird aus dem Stollen in die Kaverne geblasen.
Die Belüftung des Trafo- und des NSP-Raums wird durch Ventilatorn
in den Hohlboden belüftet. Primär wird die Kühlung über Umluft-Klima-Geräte sichergestellt. Die Lüftung dient als Sicherheit und für einen minimalen hygienischen Luftwechsel.

Sanitär (Wasserversorgung / Abwasser)
Die Wasserversorgung wird mit einer Versorgungsleitung ab dem Reservoir Eigergletscher sichergestellt. Vor dem Anschluss an den Verteiler ist noch die Sprinklerleitung abgenommen.
In der Technikzentrale im Level -2 befindet sich der Kaltwasserverteiler, welcher über eine Druckerhöhungsanlage angeschlossen ist, damit das gesamte Gebäude mit Wasser mit genügend Druck versorgt wird.
Im Technikraum Level -2 ist ein Wärmepumpenboiler mit 500 Liter Inhalt und einem 500 Liter Vorwärmer (Abwärme gewerbliche Kälte und Heizung) platziert. Dieser 1000 Liter versorgen das komplette Stationsgebäude. Das Abwasser wird in die Kanalisation geführt. Es sind mehrere Entlüftungen an die Decke Level 0 geführt worden. Dort gibt es eine Sammelleitung welche Vertikal durch die ganze Etage an die Fassade an der Südseite bei der Terrasse geführt und entlüftet.
Vier Hebenanlagen sichern die Abwasserableitung in tiefergelegenen Zonen.

Sommerlicher Wärmeschutz
Der Sommerliche Wärmeschutz wird nur begrenzt passiv umgesetzt. Es kann über die Lüftung mit dem vorhandenen Luftwechsel und den vorhandenen Aussentemperaturen natürlich gekühlt werden – diese Leistung ist aber begrenzt.
Die Halle im Level 0 sowie der Perronbereich im Level -1 ist praktisch vollflächig verglast und verfügt über keinen aktiven Sonnenschutz. Thermische Simulationen haben gezeigt, dass mit dem Auslegungsluftwechsel die Temperatur bis auf einige Stunden im Jahr unter 26°C gehalten werden können. Die noch vorhandene Übertemperatur wird von der Jungfraubahn akzeptiert.
Die Bistro im Level 0 werden ebenfalls direkt über die Aussenluft gekühlt, um interne Lasten abzuführen. Durch die Verwendung von abwärmearmen Geräten und Beleuchtung (LED) kann der Leistungsanfall auf ein Minimum begrenzt werden.

 

Impressionen

 

3D-Rundgang (BIM-Modell)

Comming soon...

Im Moment einmal 2-3 BIM-Ansichten :-)

 

V-Bahn-Video-Doku

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